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07.09.2017

Werte: Was unsere Gesellschaft zusammenhält

Bundesminister Peter Altmeier zu Gast bei CEB und Kolping

„Werte: Was unsere Gesellschaft zusammenhält“ – unter diesem Motto veranstalteten das Kolpingwerk Saar und die Christlichen Erwachsenenbildung (CEB) in Hilbringen am 03. September eine Gesprächsrunde mit Bundeskanzleramtschef Peter Altmaier.

CEB-Geschäftsführer Gisbert Eisenbarth begrüßte neben dem Bundesminister die Landrätin des Landkreises Merzig-Wadern, Daniela Schlegel-Friedrich, den ersten Kreisbeigoerdneten Frank Wagner, die vielen Mitglieder der Kolpingfamilie sowie die ebenfalls anwesenden CEB-Mitglieder, -Mitarbeiter und den Vorstand.

Seitens der Kolpingsfamilie war der Landesvorsitzende Meik Pütz anwesend griff zum Thema Werte die von Adolph Kolping geprägten Ideale von Bildung, Gemeinschaft, Glaube und Familie auf. Für Kolping zählte der ganze Mensch und das Ziel konnte nur sein, Menschen in ihrer Entwicklung zu „guten Vätern, guten Christen und guten Mitbewohnern“ zu fördern. Seit Jahrzehnten unterstützen die Mitglieder der Kolpingsfamilie auf der ganzen Welt Hilfsbedürftige dabei, Bildung zu erlangen und ein Zuhause zu finden.

Peter Altmaier sprach zunächst die während der Französischen Revolution geprägten Werte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit an. Die Brüderlichkeit ersetzte er durch Solidarität. Schon im Grundgesetz steht, dass jeder Mensch gleich behandelt werden soll. „Das gilt nicht nur für Christen, sondern für alle Religionen, die diese Werte achten“, konstatierte er. Wie man in der Französischen Revolution sah, kommen diese Werte Freiheit und Gleichheit nicht von selbst, daher „müssen wir um die Umsetzung von Werten kämpfen“, sagte Altmaier. Das bedeute auch, dass Menschen, die hierher kommen, diese Werte akzeptieren müssen. Dabei lobte er die Arbeit der Kolpingsfamilie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, sozial Schwächeren zu helfen und sich für Solidarität einsetzt. Er stellte fest: „Der Staat kann nicht alles tun, um diese Werte umzusetzen, denn das muss vor Ort geschehen.“ Seine Partei setze sich für die Förderung von Solidarität ein, betonte er. Denn jeder habe ein Recht darauf, eigenständig zu leben.

Altmaier lobte die Arbeit der CEB und ihre Hilfe für Jugendliche bei der Arbeitssuche. Ihm zufolge ist es das Ziel der Bundesregierung, die Zahl der Arbeitslosen bis 2025 auf 1,3 Millionen zu senken und für ausreichend Arbeitsplätze zu sorgen. Bisher habe man es geschafft, förderungsbedürftigen Menschen und Langzeitarbeitslosen dank der CEB und der Kolpingsfamilie neue Perspektiven zu verschaffen. Außerdem möchte man Familien mit Kindern stärken, das Kindergeld erhöhen und ihnen die Suche nach einem Zuhause erleichtern. Für ihn ist „Bildung unser wertvollstes Gut, das weiter gefördert werden muss“. Selbstverständlich gelte dies auch für eine gelungene Integration.